Große und kleine Pannen

Hallo ihr Lieben, und die die es noch werden wollen.

Wie man unschwer erkennen kann, ist das zweite lange Wochenende (zumindest in NRW) in großer Zeit hintereinander zu Ende gegangen. Die deutsche Bahn hat es mal wieder geschafft mich wohlbehalten zu Hause ankommen zu lassen und das ganze sogar ohne Verspätung! Das ich meinen Knirps im Zug hab liegen lassen, zähle ich mal als die kleine Panne des Tages.

Die große 'Panne' nenne ich da lieber die große Wasserlarche in meiner Küche. Aber fangen wir mal von Vorne an.

Es ist Freitag, 25. Oktober, ca. 14 Uhr. Yijare fällt auf, dass hinter ihrem Herd und um die Herdansschlussdose die Wand nass ist, bei nährem betrachten der ganzen Sache sehe ich, dass das Wasser bereits durch die Fliesenfugen der Bodenfliesen Richtung Wohnzimmer läuft. Was macht man? In meinem Fall bei der Hausverwaltung anrufen, da man den Klempner Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik natürlich nicht selber rufen darf. Die Hausmeisterin, die Dienst hatte, ist natürlich sofort vorbei gekommen, immerhin kann es sich ja um einen Rohrbruch handeln, der schnellstmöglichst beseitigt werden muss. Der Haupthahn meiner Wohnung wird abgedreht, die drei Leitungsschutzschalter-Automaten für den Stromkreis des Herdes auf 'Aus' gekippt, das Wasser fachfraulich mit dem Wischmob aufgewischt und auf den Sanitär-Menschen gewartet. Dieser meldet sich gefühlt eine Stunde später mit 'Ich komme Samstag vorbei' - Momentchen, bitte was?

Samstag, 26. Oktober, 11 Uhr. Besagter Sanitärmensch klingelt wie ein Irrer an der Tür - ich hab selbige auch schon beim ersten Mal gehört. Herrein kommt der Chef persönlich, ausgestattet mit einem Feuchtigkeitsmessgerät. 'Jah... lassen sie mal den Haupthahn zu, wir kommen am Montag und machen die Wand auf' - Meanwhile, läuft weiteres Wasser aus der Wand, obwohl mein Haupthahn, nach Anweisung, absolut tot ist. Ist ja nicht so, das berufstätige Menschen Montags ihrem Beruf nachgehen, aber erst einmal den Frust über die Fähigkeiten des Klempners Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit einer Bau-Wut Aktion verdrängen. Alu-Profil-Leisten der Firma Paulmann auf Länge bringen, Löcher in die Decke bohren, Profile montieren, LED-Streifen einkleben, Deckel zuschneiden und freuen, das man etwas geschafft hat, was man eigentlich schon vor Monaten hatte machen wollen. Dazu eventuellerweise in einem anderen Blogbeitrag mehr :-)

Monatg, 28. Oktober, 10 Uhr 30. Sturmklingeln. Weckt Erinnerungen an das Klingeln zwei Tage zuvor. Der Chef ist mit zwei Gesellen angetrabt, alle drei bewaffnet mit? Genau, dem selben Feuchtigkeitsmessgerät wie am Samstag. Nach ein, zwei Kommentaren über die Ordentlichkeit meiner Wohnung (Was zum Henker interessiert die das?) und ca. 3 Stunden planlosem herum geeiere zwischen meiner Wohnung, der Wohnung meiner Nachbarin und der Wohnung im Stockwerk darunter kommen die Gesellen auf die Idee, dass das Wasser nur Oberflächlich in meiner Wohnung stehen kann. Begründung? Der Anschluss meiner Spülmaschine sei ja nicht richtig fest und da mein Wasserhahn der Spüle auf der Warmwasserseite nicht angeschlossen ist, währe das alles meine Schuld.

Die Spülmaschine wird testweise zum Laufen und abpumpen gebracht - mit dem Ergebnis das siese bombenfest und absolut NICHT dafür Verantwortlich sein kann. Meine Armatur wird kritisch in Augenschein genommen und gefragt warum die dann nur einseitig am Kaltwasseranschluss angeschlossen ist. Auf die Erklärung hin, das die hier Anwesende Fachfirma für Sanitätsangelegenheiten vor über einem Jahr mein Untertischgerät, welches für die Warmwasserbereitung in meiner Küche zuständig ist, austauschen wollte, wird mit schweigen geantwortet und versucht die Hochdruckarmatur als nächsten Schuldigen für das ganze Wasser in den Wänden verantwortlich zu machen. Kurzer Hand wird der Wasseranschluss meiner Küche tot gelegt, damit ich wenigstens wieder Duschen kann. Mein Kühlschrank wird von mir ins Wohnzimmer verfrachtet, damit ich in der Ecke in der er steht, das Wasser aufnehmen kann um die Küche langsam wieder ihren Normalzustand zugeben. Da der Chef der beiden längst über alle Berge verschwunden ist, wird die Wand somit nicht geöffnet, es wird ignoriert dass das Wasser aus der Wand, in der meine 400V-Herdanschlussdose montiert ist, läuft und ich darf einen KArl-Otto unter den Arbeits bericht setzen. Die Beiden verlassen meine Wohnung und ich stelle einen Entfeuchter an die Wohnzimmerwand, in die das Wasser bereits gezogen ist.

Mittwoch, 30. Oktober. Die Entfeuchtungsanlage a.k.a. mobiles Klimagerät, hat über die letzten zwei Tage über 80 Liter Wasser entfeuchtet. Achzig Liter Wasser, die aus einer Spülmaschine gekommen sein sollen, die bei dem höchsten Waschgang den ich einstellen kann, 12 Liter Wasser braucht. Freut mich, das wir die Diskrepanz hier deutlich erkennen. Ja, man kann Argumentieren dass die Klimaanlage ja selber Kondenzwasser produziert, aber meine Suntec Klimatronic TRANSFORM 12.000 Eco R290 hat eine explizite Entfeuchtungs Funktion. Bei einer EntfeuchtungsLeistung von 70 Litern in 24 Betriebsstunden kann man sich denken wie blöd ich aus der Wäsche geschaut habe, als das Wasser in dem Zwanziglitereimer immer weiter zum Rand stieg. Aber da ich zu einer Halloween-Party eingeladen war und ich bereits an diesem Mittwoch dorthin aufbrechen wollte, wurden handtücher genommen und ein 'Schutzdamm' in der Tür zum Wohnzimmer und unter den Küchenschränken verlegt, da ich dem Urteil der Sanitäranlagenmechanikergesellen nicht vertraut habe. Man weiß ja nie.

Sonntag, 3. November. An diesem herrlich verregneten Tag bin ich mit der eingangs erwähnten DB wieder in heimische Gefilde getuckert. Ich hatte ein schönes Wochenende, ich habe wieder etwas Pokémon Go gespielt, leider ohne Erfolg bezüglich der legendären Golems, da ich ja alleine keinen 5-Sterne Raid platt bekomme. ich schließe meine Wohnungstür auf und gehe natürlich in der Küche nachschauen ob sich meine Vermutung - und Befürchtung bewahrheitet hat. Und ich würde nicht über die Unfähigkeit der Sanitärfirma schreiben, wenn sich das ganze nicht Bewahrheitet hätte. In der Küche standen zwischen den Handtüchern gut und gerne 3 Zentimeter Wasser. Da die Firma angekündigt hat, am Montag, den 4. November wieder vorbei zuschauen - was ich hoffe das sie es tun werden, ansonsten zitiere ich sie her, werde ich mal fragen ob es normal ist, das man Kunden so derartige verarschen tut, weil diese angeblich keine Ahnung davon ahben können, woher das Wasser kommt, das in ihrer Wohnung fließt? Und sollte die Firma kein neues Untertischgerät dabei haben, oder sich über die neue, Niederdruckarmatur monieren, dann rollen Köpfe und ich werde von einer friedlichen Kundin zu etwas, das die Gesellen und der Chef nicht vergessen werden. Sollten die mich weiter verarschen wollen, werde ich dafür sorgen, das die IHK den Betrieb dicht macht.

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